Harvest Fair








Quo Vadis









Im Städtchen Rochester südlich von Hancock findet morgen, am 7. September die Harvest Fair statt. Das haben wir zuhause in der Schweiz schon über das Internet herausgefunden und beschlossen, dass wir dieses lokale Ereignis nicht verpassen wollten. Nun gehören unsere Gastgeber Dick & Dorothy als treibende Kraft hinter der Theatergruppe, the White River Valley Players, auch zu den Initiatoren und Organisatoren dieser Fair. Für mich eine tolle Gelegenheit, in das Community-Leben einzutauchen. Ich melde mich als freiwilligen Helfer, als Volunteer. Also bauen wir heute die Fair auf.









Wer kennt die Geschichte der Trapp-Familie? Ich muss zugeben, dass sie mir bis anhin nicht wirklich bekannt war. Offenbar habe ich hier eine Kulturlücke. Erst als ich hier in Vermont an vielen Orten auf den Namen Trapp gestossen bin und Michaela mit einer Freundin den Von Trapp-Garten besichtigte, habe ich die Geschichte mal nachgelesen, auf Wikipedia natürlich. Geschichte der Trapp-Familie
Nach ihren zahlreichen Auftritten in Amerika, hat sich die Von Trapp Family in Stowe, im Norden von Vermont niedergelassen und dort ein Anwesen als Hotel eröffnet. 1980 hat ein Feuer das Hotel zerstört und es wurde in der heutigen Form als Trapp Family Lodge wieder aufgebaut.
Weiter südlich und mehr in der Nähe von uns gibt es den Von Trapp Garden. Michaela hat den Garten mit einer Freundin besucht.





Auf einer kleinen Rundfahrt besuchen wir das Dörfchen/Städtchen Bristol. Klein ist natürlich relativ. Der Weg führte uns zuerst über eine weite Strecke durch Niemandsland, sprich Wald-Wald-Wald. Nach einer Weile sieht das immer ähnlich aus, aber ich liebe es trotzdem.
Der Weg führt uns zu einem kleinen, typischen Städtchen names Bristol.
Hier ein paar Eindrücke.










Impressionen ohne grosse Worte

And another rainy and lazy day.
Time to relax, doing household works and making plans for the upcoming days.
Dieses Festival widmet sich ganz dem keltischen und franco-kanadischen musikalischen Vermächtnis. Auf fünf Bühnen treten Musikerinnen und Musiker aus Kanada, New England, Irland und Scottland auf.
Zu Beginn tönen auch für mich alle Stücke gleich. So muss es jemandem gehen, der das erste Mal Bluegrass hört. Mit der Zeit erkenne ich jedoch die unterschiedlichen Melodien und ich kann die Auftritte besser geniessen.



Und diese Artisten traten auf: Performers
Es ist erstaunlich viel los in diesem kleinen Staat Vermont. 😉
Ist nicht so horrid wie der Name klingt 😉






Das Bread & Puppet Theater machte Station in Rochester. Um 6 pm begann die Vorführung. Wir hatten keine Ahnung was uns erwartete. Im Garten hinter zwei Häusern war eine kleine Zirkusarena abgesteckt. Die Zuschauer sassen auf ihren mitgebrachten Wolldecken oder Stühlen, breiteten ihr Picknick aus und unterhielten sich angeregt. Wie Dick uns informierte, sei das Theater informell, politisch – was immer das auch hiess.


Eine kleine Band mit zwei Saxophonisten und einem Schlagzeuger boten die musikalische Untermalung.
Leider haben wir nicht alles verstanden, aber das Theater war grossartig, schräg, einzigartig, einfach und doch berührend und vor allem war es so was von politisch kritisch, wir hätten das nie erwartet. Kein Thema blieb ungeschoren, die Mexikaner, die an der Grenze von den U.S. Behören abgeschoben werden, Familien, die dabei auseinander gerissen werden, die Transgender, die in der Gesellschaft keinen Platz finden, die Absicht, die Gesetze zur Abtreibung zu verschärfen, die Konsumhaltung der Gesellschaft, die Vorurteile der amerikanischen Justiz gegenüber schwangeren Frauen, Minderheiten, und ich wenn ich alles verstanden hätte, könnte ich noch mehr aufzählen.
Die Schauspielerinnen/Artisten verstanden es, mit einfachsten Mitteln und Requisiten, die Botschaften zu transportieren. Leute erzählten uns, dass dieses Theater nicht allen Bundesstaaten auftreten könne. Kann ich mir gut vorstellen. Sie spielen hauptsächlich im Nordosten des Landes.




the official website of Montpelier
Montpelier ist die Hauptstadt des Staates Vermont. Und mit ca. 8’000 Einwohner die kleinste Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Wie man Montpelier auf amerikanisch-englisch ausspricht, kann ich hier gar nicht wiedergeben. Auf alle Fälle erkennt man es fast nicht mehr. Entsprechend der Grösse bzw. Kleine der Stadt gibt es auch nicht viel zu sehen.
Im State House erfahren wir bei einer Führung aber doch einiges Interessantes, zum Beispiel dass Madeleine Kunin, eine Auswanderin aus der Schweiz, die erste weibliche Gouverneurin von Vermont war und unter Präsident Clinton dann auch U.S. Ambassadorin in der Schweiz.
Vermont ist seit ca. 1950 mehrheitlich demokratisch. Angenehm.




„Vermont is the nation’s leading producer of maple syrup. Producing nearly 2 million gallons of syrup in 2017, Vermont generates 47 percent of the country’s maple syrup. … Maple syrup is all-natural and made by a very simple process.“ Quelle Internet
Auf der Morse Farm kann man mitbekommen, wie der Maple Syrup hergestellt wird. So „very simple“ finde ich den Prozess jetzt auch wieder nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Ahornsirup im Frühling nur während ein paar Wochen „geerntet“ werden kann und in dieser Zeit oft noch viel Schnee oder zumindest kniehoher Matsch liegt.






In Barre, einer Stadt ganz in der Nähe von Montpelier erleben wir bei einer Statue ein interessantes Phänomen.

Die Statue ist in einem Halbrund umgeben von einer Bank aus Granit. Sieht man gut im Hintergrund. Wenn eine Person an einem Ende der Bank etwas flüstert, kann die andere Person am anderen Ende des Bankes dies deutlich und klar hören. Die Personen können sich nicht sehen, denn sie sind durch die Statue verdeckt. Obwohl noch dichter Verkehr an diesem Platz herrschte, konnten wir unsere Stimmen klar hören. Erstaunlich. Jemand kann dieses Phänomen vielleicht physikalisch erklären.